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»Ich sehe mich als Chronist meiner Zeit.« (Gerhard Polt im SZ-Magazin)

Cover zu Gerhard Polt, Hundskrüppel
Gerhard Polt
HUNDSKRÜPPEL

Lehrjahre eines Übeltäters
gebunden, 96 Seiten

ISBN: 978-3-0369-5120-1

12.90 €, 23.80 CHF

Gerhard Polt erinnert sich in über vierzig neuen Texten anekdotisch an die Menschwerdung eines jungen Essers – ein kompaktes lukullisches Kompendium und ein großer Leseschmaus für Liebhaber gastronomischer Streiche.
Mit gespanntem Mittelfinger katapultiert der junge Polt eine Wespe in die Holländer-Kirschtorte des kurzzeitig abwesenden Tischnachbarn und versäumt es, diesen bei seiner Rückkehr darauf aufmerksam zu machen. Auf den Schultern eines jungen GIs plärrt er den Ismeier Manfred an, er solle sich gefälligst selbst einen Ami suchen, wenn er einen Schokolad wolle. In einer Metzgerei wird leider nicht die gefräßige Ratte vergiftet, sondern Burli, der drahtige Hausterrier, der den Ratz eigentlich jagen sollte. Der Sandkuchen der liebenswürdigen Frau Haberl ist derart sandig, dass der junge Polt seinen spanplattentrockenen Racheninhalt großzügig der Toilette anbietet, die diesen auch gnädig aufnimmt. Im Milchgeschäft der freundlichen Milchfrau wird ein so genannter Lungenhering, grünlicher Farbe übrigens und von beträchtlicher Länge, klandestin mitten in die große Milchkanne gespuckt – und das Beste ist: Die Tat der beiden jungen Hundskrüppel bleibt für immer ungesühnt! Man muss sich das mal vorstellen: keine Ohrfeigen, keine Vorwürfe, keinerlei Hausarrest, kein Liebesentzug, nichts! Gar nichts!


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